Junge Menschen treffen sich

SIA in der Presse

21.04.2012, Remchingen - Pforzheimer Kurier
Ufos fliegen im Foyer - Schüler-Ingenieure lassen Flugobjekte steigen

Voller Neugier beziehen 60 Gäste die "Zuschauerränge" im Remchinger Gymnasium, von wo aus sie einen guten Blick ins Foyer haben. Allerlei seltsam anmutendes Gerät steht dort unten. Dass es unbekannte Flugobjekte sind, lässt sich nur teilweise durch etwas Propellerähnliches erahnen. Drumherum aufgeregte Schüler.

Es handelt sich um die letzte Phase des SIA-Projekts, was in voller Länger Schüler-Ingenieur-Akademie bedeutet. Und genau der Ingenieurberuf ist es, der den Schülern mit diesem Wettbewerb, den Südwestmetall in Kooperation mit Schulen, Hochschulen und Unternehmen durchführt, nahe gebracht werden soll.

Im ersten Jahr war es ein Wasserfahrzeug, im zweiten ein Boot und nun ist das Poirjekt der Beruflichen Bildung gGmbH (BBQ) - finanziert von der Agentur für Arbeit und Südwestmetall - bei den Flugobjekten angelangt.

Bevor sich die Objekte mehr oder weniger elegant, mehr oder weniger lange beim Wettbewerb in die Lüfte erheben konnten, war eine lange Vorbereitungszeit notwendig. Die Auftaktveranstaltung fand im September 2011 statt. Und die Zahl der jungen Frauen steigt - wie Sandra Liebschner von BBQ erfreut vermerkt.  Vier junge Frauen gingen mit 14 Schulkameraden ins Rennen, sie besuchen folgende Schulen: Gymnasium Remchingen, Lise-Meitner-Gymnasium Königsbach-Stein, Theodor-Heuss-Gymnasium und Hebel-Gymnasium (beide Pforzheim). Ihre "Manpower" und Räume zur Verfügung gestellt haben folgende Firmen (die auch schon Nachwuchskräfte rekrutiert haben): Witzenmann (Pforzheim), Inovan (Birkenfeld), Hochschule Pforzheim, Härter (Königsbach/Stein), E.G.O. (Oberderdingen). Spektakulär mögen die Vorführungen im Foyer der Schule vielleicht rein oberflächlich betrachtet nicht gewesen sein, doch der Feuereifer der Schüler ist ansteckend. Und spannend ist sowieso: Fliegt das Objekt überhaupt und wenn ja, wie lange? Manche trudeln nur einen Wimpernschlag in der Luft - die sechs Sekunden, die die Gewinnergruppemit ihrem blauen Propeller schafft, sind da schon sehr viel. Doch einen Zweck erfüllt es auf jeden Fall, wie Sandra Liebschner meint.

Die Jugendlichen sehen, wie viel Ausdauer und Geduld man braucht. Und: wie spannend der Ingenieurberuf ist. "Fliegen ist nicht einfach, das hat sich bewahrheitet", meint sie und ist schon gespannt, welches Projekt als nächstes gestartet wird. Auf die ersten drei Plätze kamen: Gruppe Witzenmann mit Dominik Wirth, Florentin Hahn und Daniel Pfeil (erster Platz); Zweiter wurde die Gruppe Inovan (Birte Coppers, Deborah Stühler und Anina von Wedel); Dritter die Härter-Gruppe mit Loris Drexler, Alexander Wallrabenstein und Benjamin Richter. Den Innovationspreis erhielten Beatrice Pellenz, Elija Muehlberge und Philipp Buechner.

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